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Feuerwehr-Ehrenzeichen für Stein und Gath

“Auf die Feuerwehr ist Verlass – sie wird gerufen, wenn’s brennt, löscht, leistet Hilfe in Not und Gefahr, rückt wieder ab und wartet auf den nächsten Einsatz”, leitete Kommandant Michael Henkel, der neue Mann der Aktiven, seinen ersten Jahresbericht ein. Und zu dieser Feuerwehr, so Henkel, gehören zwei Männer, die seit 40 Jahren ehrenamtlichen aktiven Dienst leisten und für die gelte: “Helfen ohne wenn und aber.” Gemeint waren Helmut Stein und Herbert Gath. Im Rahmen der Dienstversammlung wurden sie nun von Landrat Herrmann Ulm und Kreisbrandrat Oliver Flake mit dem Feuerwehr-Ehrenzeichen des Freistaates Bayern ausgezeichnet.

Zur Dienstversammlung waren über 80 Teilnehmer ins Feuerwehrhaus gekommen. So viele waren es schon lange nicht mehr, so dass der Schulungssaal fast aus allen Nähten platzte. Kommandant Henkel hatte in seinen Bericht viel Informatives und Hörenswertes eingepackt. So leisteten 73 Aktive (13 Frauen und 60 Männer) ehrenamtlichen Dienst, dazu 13 Jugendliche, also insgesamt 86. 23 Mal wurde die Wehr alarmiert, meistens um bei Unfällen zu helfen. Brandeinsätze gab es drei.
Dabei wurden von 541 Kameraden und Kameradinnen 550 Stunden ehrenamtlich für unsere Mitmenschen geleistet. Um fit zu bleiben, absolvierten die Aktiven 32 Übungen, davon sechs für den Digitalfunk, der im Landkreis nun zu 100 Prozent läuft. Die Jugendfeuerwehr mit drei Jungs und 14 Mädels kam nach Jugendleiter Christoph Pfeufer zu 23 Übungen zusammen. Nebenher standen Weiterbildungen sowie Übungsvorbereitungen und Freizeitaktivitäten auf dem Jahresprogramm.

Großes Lob für diese hervorragende Jugendarbeit unter Christoph Pfeufer gab es da nicht nur vom Landrat und Kreisbrandrat, sondern auch von Bürgermeister Gerhard Amon.
26 der 73 Aktiven sind nach Sebastian Pfeufer Atemschutzgeräte-Träger. 20 dieser Spezialisten sind im Besitz einer gültigen G 26. Einer von ihnen nahm im Vorjahr an einer Ausbildung im Brandcontainer in Siegritzau teil, in dem sehr realististisch Feuer und Hitze simuliert werden.

Ein Ziel hat Henkel aber bereits fest vor Augen. Die Fahrzeughallen sind am Limit angelangt. Die Feuerwehr braucht mehr Platz. Eventuell sei ein Anbau des Feuerwehrhauses unumgänglich, berichtete er. Das ist laut Bürgermeister Amon jedoch wegen der fehlenden Abstandsflächen nicht so ohne weiteres möglich. Über die Details wird sich der Gemeinderat eingehend beraten. “Es muss etwas passieren, Platz brauchen wir – und dies geht vor, vor allem anderen”, betonte der Gemeindechef.

Zwingend notwendig sei auch die Aufstellung eines neuen Löschwasser-Behälters. Und zwar im Bereich des Nahversorgungszentrums.

Zu Löschmeistern wurden ernannt: Matthias Dötzer, Christopher Amon, Stefan Roppelt und Christoph Pfeufer. Christoph Pfeufer ist ebenso der neu ausgebildete Gruppenführer.

In den aktiven Dienst wurden aufgenommen: Felix Dennerlein, Lea Grimm, Leonie Gelbhardt, Lina Dötzer, Milena Morat, Cindy Hofmann, Franziska Maltenberger, Sebastian Rütten, Herbert Rauch, Benedikt Seiler und Roland Rüdiger. Vier Kameraden sagten an diesem Tag dem aktiven Dienst “servus”: Bernhard Hack, Clemens Seiler, Herbert Gath und Josef Amon. Abschließend dankten Landrat Ulm, Kreisbrandrat Flake und Bürgermeister Amon den Aktiven für ihren Einsatz. dia