Tagesübung 2015

ÜBUNG – 12 Stunden lang!

Am 14. März 2015 stand eine Tagesübung auf unseren Ausbildungskalender. Was dahinter steckt? Ziel war es über den Tag verteilt verschiedene realitätsnahe Übungen zu absolvieren und möglichst viel Praxiserfahrung zu sammeln.
Das Einsatzstichwort der 1. Übung war “unklare Rauchentwicklung im Gebäude der Lebenshilfe in Weilersbach”. An der Einsatzstelle wurde durch die Erkundung des Einsatzleiters schnell klar dass sich noch 2 Personen im Gebäude befinden. Die Atemschutztrupps konnten die Personen mit der Wärmebildkamera schnell finden und ins Freie bringen. Nach kurzer Übungsdurchsprache vor Ort folgte noch eine Führung durch Produktionsräume, Lager und Küche wobei die Gefahrenstellen angesprochen wurden.
Anschließend folgte bei einer kleinen Stärkung eine Aufklärung durch Herrn Werner Götz von der Polizeiinspektion Ebermannstadt zum Thema “Rechte, Pflichten und Gefahren bei Anfahrten zum Gerätehaus und von dort zum Einsatzort”.
Gleich folgte der nächste Einsatz mit dem Stichwort „eingeklemmte Person unter Traktor“. Dem aber nicht genug, denn aus der Garage an der Einsatzstelle drang dichter Rauch.
Nach einem gemeinsamen Mittagessen folgte ein weiter Theorieblock, mit dem Thema „Richtiges Belüften“.
Das nächste Übungsszenario spielte sich am Festplatz in Weilersbach ab. Ein PKW hatte sich überschlagen und blieb auf der Seite liegen. 2 Personen waren darin eingeklemmt. Nach dem Retten der Personen geriet der PKW in Brand welcher erfolgreich bekämpft wurde.
Nach diesen interessanten und lehrreichen Übungen ließen wir den Tag mit einem gemeinsamen Abendessen im Feuerwehrhaus ausklingen.
Ein Riesendank muss hier für die Organisation an unseren 1. Kommandanten Wunner Wolfgang und 2. Kommandanten Henkel Michael und deren Küchenteam gehen. Es war ein sehr lehrreicher und gelungener Tag der bestimmt nächstes Jahr wieder angeboten wird!!!!

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Wahl des Kreisbrandrats in Weilersbach

Bericht aus den Neordbayrischen Nachrichten vom 09.03.2015

Oliver Flake ist neuer Kreisbrandrat im Landkreis

Feuerwehrkommandanten wählen Nachfolger von Reinhardt Polster – 09.03.2015 14:01 Uhr

Am 16. Juni 2015 endet die zwölfjährige Amtszeit des bisherigen Kreisbrandrates Reinhardt Polster. Der damalige Kreisbrandmeister war 2003 zum Nachfolger des früheren Kreisbrandrates Willibald Männlein gewählt worden.

Nun übernimmt Oliver Flake den Posten. Der 43-Jährige ist bislang Kreisjugendfeuerwehrwart des Landkreises Forchheim. Schon mit zwölf Jahren trat Flake, der aus Gelnhausen in Hessen stammt, in die Jugendfeuerwehr ein. Sein Weg führte ihn vom Stadtjugendfeuerwehrwart, über den stellvertretenden Kommandanten und Zugführer im Katastrophenschutz bis zum Vorsitzenden des Kreisfeuerwehrverbandes Gelnhausen.

Aus beruflichen Gründen zog Oliver Flake 2003 mit seiner Familie nach Kersbach, wo er ebenfalls wieder in die Feuerwehr eintrat. 2013 wurde er bei der Kersbacher Wehr zum Kommandanten gewählt.

Bei der Wahl zum Kreisbrandrat konnte Flake 96 der 115 anwesenden stimmberechtigten Kommandanten von sich überzeugen.

Karpfenpartie

PSNV – Unterricht in Weilersbach

 

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In Verbindung mit der 1. Übung im neuem Jahr 2015 war auch das PSNV – Team des Landkreises Thomas Schuster und Prof. Dr. Stephan Eitner zu einer Ausbildungseinheit vor Ort.
Nachdem Schuster das Team mit Einsatzkräften aus dem Landkreis, dessen Einsatzstruktur und Alarmierungsmöglichkeiten vorgestellt hatte, stellte er in prägnanter und anschaulicher Art und Weise dar, dass jede Feuerwehr betroffen sein kann oder eventuell schon betroffen war, ohne das dies für die Beteiligten offensichtlich wurde. Thomas Schuster verdeutlichte dies am Beispiel von Feuerwehrkameraden oder -kameradinnen, die ohne ersichtlichen Grund irgendwann nicht mehr zu Übungen und Einsätzen erscheinen.

Schließlich stellte Eitner die möglichen Ursachen, den Verlauf und die Interventionsmöglichkeiten „vor“, „während“ und „nach“ einem potenziell belastenden Einsatz dar. Er betonte, dass es verschiedene Reaktionsmöglichkeiten des Körpers und der Psyche auf entsprechende Einsätze geben kann. Ein Einsatz kann Abläufe und Veränderungen im Körper in Gang setzen, die willentlich nicht mehr zu beeinflussen sind und die, wie eine Verletzung, mal besser oder schlechter heilen können. So kann ein Feuerwehrdienstleistender an einem schwierigen und stressigen Einsatz „wachsen, „keinerlei Reaktionen zeigen“ oder aber „psychisch belastet“ werden. Jede dieser Reaktionen ist eine angemessene Reaktion auf ein ungewöhnliches Ereignis, den Einsatz. In jedem Fall sollte der Feuerwehrdienstleistende aber vorbereitet sein, um damit eine psychische Belastung, bis hin zur Ausbildung einer posttraumatischen Belastungsstörung und sich daraus ableitender weiterer Krankheitsbilder, zu vermeiden. Hier sieht das Team auch seine vorrangige Aufgabe. Im Rahmen von Winterschulungen und der neu strukturierten Truppmannausbildung, in der die „PSNV-Schulung“ ein verpflichtendes Modul darstellt, bietet sich das Team als Dienstleister für die Feuerwehren im Landkreis an, diese Schulungen durchzuführen.

Die 50 anwesenden Aktiven der Freiwilligen Feuerwehr Weilersbach bewerteten das Angebot und die Ausführung sehr positiv und jede Feuerwehr im Landkreis sollte diese Form der Ausbildung einmal durchgeführt haben.