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?bung mit der Dampfbahn Fr?nkische Schweiz (DFS)

Ausgehend von einer Anfrage bei KBM Wolfgang Wunner seitens der DFS, traf man sich zu einer Vorbesprechung und man war sich einig, eine ?bung unter Einbindung des BRK Ebermannstadt durchzuf?hren. Nachdem s?mtliche Vorbereitungen getroffen wurden, war es am 05.06.2004 dann soweit. Am fr?hen Nachmittag gab es Alarm f?r die Feuerwehren Streitberg, Ebermannstadt und Weilersbach, sowie f?r das BRK Ebermannstadt, das mit 2 Fahrzeugen aus Forchheim verst?rkt wurde. Erw?hnt werden muss noch, dass die ?bung geheim vorbereitet wurde. Nur die betreffenden Kommandanten, die Verantwortlichen des Roten – Kreuzes und der Dampfbahn waren in das Vorhaben eingeweiht. Dabei wurde bewusst in Kauf genommen, dass trotz der gro?en ?ffentlichkeitswirkung der ?bung, nicht alles reibungslos verlaufen konnte. Doch nur so ist es m?glich eine realistische Einsch?tzung des Einsatzverlaufes und der Einsatzm?glichkeiten zu erhalten.
Es zeigte sich folgendes Schadensbild:
Am unbeschrankten Bahn?bergang in Streitberg kam es zu einer Kollision von einem PKW mit 2 Personen und einem Zug der DFS. Im Fahrzeug sind augenscheinlich 2 Personen eingeklemmt und im Zug sind mehrere Personen durch den Aufprall verletzt worden. S?mtliche Verletzte wurden durch Angeh?rige der Jugendfeuerwehr Weilersbach dargestellt und wurden mit beeindruckender Realit?t vom BRK Ebermannstadt geschminkt. Die Erstalarmierung erfolge ?ber das Handy des Lokf?hrers. Man durfte gespannt sein wie Rettungsstellen reagieren w?rden, da ja nicht bekannt war, wo der Anruf einging. Nach Schilderung der Schadenslage wurde man zun?chst zur Polizeiinspektion Ebermannstadt und schlie?lich zur Alarmausl?senden Stelle der Polizeiinspektion Forchheim weitergeleitet. Dies geschah innerhalb von 2 Minuten und die Polizei l?ste die betreffenden Feuerwehren mit folgendem Funkruf aus:
Kollision von PKW und Eisenbahn am Bahn?bergang Streitberg / Niederfellendorf. Eingeklemmte Personen im PKW; m?glicherweise weitere Verletzte im Zug .“
Gleichzeitig wurden das BRK Ebermannstadt und Florian Forchheim als nachalarmierende Stelle ausgel?st.
F?r die Bahn?berg?nge existieren spezielle Alarmpl?ne, in denen immer mind. zwei der mit hydraulischen Rettungss?tzen ausger?steten Wehren eingebunden sind. Alle hier eingesetzten Wehren sind in solchen Alarmpl?nen eingebunden. Es wurde Alarmstufe 5 ausgel?st. Zudem k?nnen ?ber Florian Forchheim weitere Kr?fte nachalarmiert und zust?ndige Beh?rden und Fachleute bei gezogen werden.
Als erstes war die Ortsfeuerwehr Streitberg mit 2 Fahrzeugen und 20 Feuerwehrleuten vor Ort. Einige Minuten sp?ter kam die Feuerwehr Ebermannstadt mit 3 Fahrzeugen ( 23 Feuerwehrleuten) und gleichzeitig der erste Rettungswagen des BRK Ebermannstadt mit dem Feuerwehr– und Notfallarzt Dr. Christian Glaser hinzu. Folgende Ma?nahmen mussten getroffen werden:
– Sichern der Einsatzstelle
– Unterbrechung des Fahrdienstes
– Herstellung des Brandschutzes an dem verunfallten Fahrzeuges
– Versorgung und Befreiung der eingeklemmten Personen
– Versorgung und Rettung der Verletzten im Zug
– Einrichten einer kleinen Verletztensammelstelle
– Registrierung der verletzten Person
Mittlerweile trafen nun auch die restlichen Fahrzeuge des BRK und die Feuerwehr Weilersbach mit 3 Fahrzeugen ( Besatzung: 25 Feuerwehrleuten) am ?bungsort an.
W?hrend die Feuerwehr Streitberg mit der Befreiung der eingeklemmten Person im PKW begann und den Feuerwehrschutz sicher gestellt hatte, sollten die ?brigen Einsatzkr?fte die ca. 10 verletzten Personen aus dem Zug retten. Die Unwegsamkeit des Gel?ndes entlang der Bahntrasse erschwerte die Rettung und Bergung erheblich. Auch das Vorbringen des Einsatzger?tes zur Schadenstelle wurde dadurch erheblich erschwert.
Zu allem ?bel began es aus dem Wagon mit dem Verletzten zu qualmen (Simulation durch eine Nebelmaschine). Dieser zus?tzliche ?bungseffekt war allerdings vorher auch in der geheimen Vorbesprechung nicht bekannt gemacht worden und stellte nun eine zus?tzliche Herausforderung f?r die Einsatzkr?fte dar. Die Verletzten mussten nun unter schweren Atemschutz gerettet werden. Zudem waren die geschminkten Jugendlichen vorher vom BRK sehr gut instruiert worden und einige fl?chteten im Schockzustand ?ber die Bahnd?mme und mussten wieder zur?ckgebracht werden. Obwohl eigentlich massive Feuerwehrkr?fte (ca. 60 Feuerwehrleute und 10 BRK – Mitarbeiter) vor Ort waren, wurde bereits ?ber eine Nachalarmierung nachgedacht. Die Enge der Rettungsm?glichkeiten ?ber den Bahndamm und der anhaltende Regen waren zus?tzliche Faktoren, die ber?cksichtigt werden mussten. Jeder Jugendliche musste mit 4 Personen und Tragen gerettet und danach weiter betreut werden. Zusammen mit dem Atemschutzeinsatz war dies sehr Personalintensiv.
Auch der Rettung der beiden eingeklemmten Personen, eine davon der Herr Schmidt (Atemschutzstreckendummy), der nur noch tot geborgen werden konnte, gestaltete sich als sehr schwierig. Unf?lle an Bahn?berg?ngen sind in der Regel immer durch gravierende Verletzungsbilder und ein gro?es Ma? an Zerst?rung gekennzeichnet, was hier der Fall war. Als Beobachter der ?bung fungierten die Kreisbrandmeister Franz – Josef Kraus, Michael W?lker und Wolfgang Wunner. Auch die ?rtliche Presse war vorab informiert worden. Nach 1,5 Stunden war die ?bung beendet und man kam am Bahnhof Ebermannstadt bei der DFS zusammen, um eine Nachbesprechung durchzuf?hren.
Hierbei bedankte sich KBM Wolfgang Wunner bei allen, die bei dieser ?bung mitgemacht haben. Besonders beim DFS – Vorsitzenden Sigi Fuchs f?r die zur Verf?gung gestellten Ger?tschaften. Auch sollten in n?chster Zeit die Einsatz – und Zufahrtspl?ne auf der Strecke zwischen EBS und Behringersm?hle an die betroffenen Feuerwehren in Absprache mit der DFS und der Feuerwehrf?hrungsdienstkr?ften verteilt werden. Wunner erl?uterte auch, das die ?bungsgr??e bewusst im kleineren Rahmen gehalten wurde, da diese Art von ?bung erstmalig durchgef?hrt wurde. Im Ernstfall w?rden nat?rlich noch zus?tzliche Kr?fte ben?tigt. Einsatzleiter Roland Br?tting zeigte sich im Gro?en und Ganzen zufrieden mit der ?bung. Er bem?ngelte einige Kleinigkeiten, sowie einige Kommunikationsproblem mit dem BRK, aber Fehler seien dazu da, um daraus zu lernen. KBM Michael W?lker sprach den Atemschutzeinsatz an, es verging doch einige Zeit bis gen?gend Atemschutztr?ger ausger?stet waren, um mit der Rettung zu beginnen. Im Ernstfall m?sste eine Nachalarmierung erfolgen.
Seitens des BRK`s hatte Dr. Christian Glaser einige Anmerkungen. Im Ernstfall k?men seitens des Rettungsdienstes noch einige zus?tzliche Kr?fte hinzu. Dies w?rden die Kommunikationsprobleme zwischen Feuerwehr und BRK wesentlich erleichtern, da dann auch Logistikeinheiten z.B: Org-Leiter dabei seien und das Ganze besser koordiniert werden k?nne. Er betonte auch, solche ?bungen f?rdern die Zusammenarbeit und das Kennen lernen von Feuerwehren und Rettungsdiensten, was beim Einsatz dann sehr von Vorteil sei.
Zu Schluss bedankte sich der DFS – Vorsitzende Fuchs bei allen Anwesenden f?r die Durchf?hrung dieser ?bung. Auch f?r die Eisenbahner war dies Neuland und sehr lehrreich. Er lud alle noch zu einer Brotzeit mit Umtrunk ein und w?nschte sich, dass auch die ?bungsteilnehmer einmal selber mit der Dampfbahn Fr?nkische Schweiz fahren sollten.